Porzellanmanufaktur Meissen - Brokat und Kaviar
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Porzellanmanufaktur Meissen

Es war zwar nicht Gold, das zu entwickeln der Naturwissenschaftler Johann Friedrich Böttger dem sächsischen König August dem Starken vollmundig versprach, aber, bevor ihm sein goldiger Misserfolg seinen Job kostete, wandte er sich rechtzeitig dem Projekt des am Hofe beschäftigten vielseitig gebildeten Naturforschers, Mathematikers, Mineralogen etc., Ehrenfried Walther von Tschirnhaus zu, das Geheimnis der Porzellanherstellung zu lüften. In Zusammenarbeit mit diesem und anderen gelang es, Ende 1707 die Ingredienzen von Porzellan zu analysieren und die Rezeptur und die Fertigungsmöglichkeiten zu entdecken. Auch wenn von Tschirnhaus maßgeblich am Erfolg beteiligt war, trug wegen seines frühen Todes im Jahre 1708 in erster Linie Böttger als Leiter der Porzellanmanufaktur Meissen die Lorbeeren davon.

Meißen wurde im Jahre 1710 der erste europäische Standort, an dem die Herstellung von Porzellan mit dem Hauptbestandteil Kaolin, einem feinen, weißen und eisenfreien Gestein, unter strengster Geheimhaltung und beneidet von den anderen Europäischen Höfen aufgenommen werden konnte. Natürlich steigerte das den Ehrgeiz zur Herstellung von Porzellan in Europa ganz ordentlich, und so wurde überall fleißig, und wie man weiß, auch teilweise erfolgreich – so z.B. u.a. Nymphenburg – weitergeforscht.

In zumindest einem Fall wurde die einfachere Variante, an das Geheimnis heranzukommen, nämlich die Korrumpierung eines Geheimnisträgers, versucht, und zwar nicht nur versucht, sondern auch erfolgreich praktiziert.  Böttger hatte 1706 den knapp 21-jährigen Freiberger Bergknappen auf der Albrechtsburg eingestellt, ihn zum Arkanisten ausgebildet und als Schlämmer, Brenner und später als Massebereiter beschäftigt. Neben seiner Arbeit hatte dieser noch Gelegenheit, sich seinen menschlichen Bedürfnissen entsprechend dem weiblichen Geschlecht zuzuwenden, und das Pech, der nicht folgenlosen Konsequenzen seiner Feierabendbeschäftigung. So kam ihm im Jahre 1719 das Abwerbungsangebot von der Wiener Porzellanmanufaktur Du Paquiers, der zweitältesten Porzellanmanufaktur in Europa,  nicht nur aus finanziellen Gründen höchst gelegen und wurde von ihm gerne und fluchtartig angenommen.

Natürlich war man darob in Meißen sehr erbost, aber nachdem Böttger kurze Zeit nach dem Weggang Stöltzels verstarb, wurde Stöltzel 1720 wieder nach Dresden zurück abgeworben. Obwohl er sich in Wien für 10 Jahre verpflichtet hatte, nahm er das Angebot an, floh unter Mitnahme von Material und Rezepturen aus Wien und zerstörte noch schnell vorher die Wiener Brennöfen, machte die vorhandene Porzellanmasse unbrauchbar und produzierte den Wienern auf diese Weise einen Schaden von etwa 15.000 Talern, so zumindest nachzulesen.

Abgesehen von den derart dargestellten Charaktermängeln hat Samuel Stöltzel fachlich die Entwicklung der Porzellanmanufaktur Meissen vorangetrieben und sich insbesondere um die Entwicklung von Glasurtechniken, Farbpaletten, der Goldmalerei und von Feldspatporzellan verdient gemacht.

Vermutlich sind seine Meißen-abwegigen Aktivitäten auch die Ursache für einen Markenschutz geworden. Wenngleich es schon vorher beim Meissner Porzellan Kennzeichnungen gegeben hat, so gibt es doch erst seit 1722/23 die fälschungssichere Markierungsmöglichkeit unter Glasur mit den gekreuzten Schwertern aus dem königlichen Wappen. So entstand die Marke, deren weltweite Bekanntheit bis heute nur schwer zu übertreffen ist.   

In nun mehr als drei Jahrhunderte langem Bemühen wurde die Herstellung immer weiter entwickelt, verfeinert und perfektioniert, und es wurde dem Meißner Porzellan in Zusammensetzung, Modellierung und Bemalung zu künstlerisch wertvoller, luxuriöser und repräsentativer Blüte auf höchstem Niveau verholfen. Nicht umsonst erfreut es sich bis heute weltweiter Anerkennung und Beliebtheit.

 

BILDER: MEISSEN®. Copyright ©MEISSEN®. Porzellan: Gedeckter Tisch Dekor Royal Blossom. Viele weitere klassische und besondere Produkte für den gedeckten Tisch gibt es in unserem Online Shop. Schauen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren.

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