Martas Weihnachtsstollen - Brokat und Kaviar
23091
post-template-default,single,single-post,postid-23091,single-format-standard,woocommerce-no-js,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode_grid_1200,vss_responsive_adv,vss_width_768,footer_responsive_adv,qode-content-sidebar-responsive,transparent_content,columns-4,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-16.4,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.7,vc_responsive

Martas Weihnachtsstollen

Martas Weihnachtsstollen

So etwa Mitte November, insbesondere bei einem dem Monat gemäßen Wetter, entwickelt sich peu à peu vermehrt die Lust, es heimelig zu haben, und …, ja …, auch irgendwann einen Weihnachtsstollen zu backen; schließlich muss er vor Verzehr eine gute Weile ruhen, und dann wird es bei uns nur Martas Weihnachtsstollen!

Marta kam aus Schlesien ins Rheinland und war die gute Seele im Hause meiner Urgroßeltern; sie kam 1921 dorthin vor der Geburt meiner Großmutter, war für diese die Herzensverwandte und blieb als fester Familienbestandteil im Hause bis zu ihrem Tod († 1967) auch noch deren 6-köpfiger Familie treu und liebevoll verbunden. Marta war insgesamt perfekt, auch was Kochen und Backen anbelangte; das gelang ihr aus dem Kopf, aus dem Bauch und nach Gefühl. Also: nachmachen ist nicht so einfach; bis auf, zum Glück, den Weihnachtsstollen, der bei ihr immer eine heilige Handlung war und dementsprechend himmlisch schmeckte. Das Rezept hat sie irgendwann einmal meiner Großmutter auf ihre Bitten hin ‚so ungefähr …‘ wie nachfolgend diktiert und wird seit 50 Jahren – weniger ‚so ungefähr …‘ als eher ziemlich genau so wie diktiert – in unserer Familie hergestellt. Und by the way: heutzutage muss man nicht mehr bis Weihnachten warten, sondern darf auch schon in der Adventszeit Stollen genießen.

 

ZUTATEN

Für den Stollen

1000 g Mehl  
1 Päckchen Backpulver
80 g Hefe (2 Päckchen)
200 g Zucker
375 g Butter (250 g und 125 g)
60 g Nierenfett (oder ggf. Butter oder Butterschmalz)
100 g gemahlene Mandeln
120 g gekackte Mandeln
300 g Rosinen
1 kleines Schnapsglas Rum oder nach Belieben
80 g Zitronat
80 g Orangeade
¼ l Milch
3 Eier (2 Eier und 1 Eigelb)
1 Prise Salz,
etwas Muskat, Zimt, Kardamom
etwas abgeriebene Zitronenschale

Zum Drüberstreuen

etwa 125 g Puderzucker (gesiebt)
2 bis 3 Vanillezucker 

Für das Marzipan

200 g fein gemahlene Mandeln
200 g Puderzucker gesiebt
1 EL Rosenwasser (oder mehr)
 

ZUBEREITUNG

Den Vorteig herstellen. Dafür das Mehl mit dem Backpulver sieben, in die Mitte des Mehls eine Kuhle machen und die Hefe hinein bröckeln, etwas Zucker über die Hefe streuen und etwas lauwarme Milch darüber gießen; an einem warmen zugluftfreien Ort ca. eine halbe Stunde gehen lassen.  
Die Rosinen in dem Rum ein wenig quellen lassen.
2 Eier mit dem Zucker (ohne Vanille- und Puderzucker) schaumig schlagen und mit dem Vorteig, den Mandeln, den Rumrosinen, Zitronat, Orangeade, allen Gewürzen, der Milch und der gestückelten weichen Butter und ggf. dem Nierenfett vermischen und richtig gut durchmischen.
Den Teig abdecken und an einem warmen zugluftfreien Ort eine bis anderthalb Stunden gehen lassen.
In der Zwischenzeit das Marzipan herstellen, indem die Zutaten gut verrührt werden, bis sie geschmeidig, aber noch formbar sind.
Den Teig anschließend noch einmal auf einer bemehlten Unterfläche sehr gut durchkneten, dann ausrollen, das Marzipan in mehreren Streifen oder Rollen nebeneinander längs auf die Hälfte des ausgerollten Teiges legen und die andere Teighälfte darüber klappen. Dieses Gebilde etwas in Stollenform schieben und auf das Backblech (nur dort gefettet, wo der Stollen aufliegt, und darum herum leicht bemehlt) befördern.
Dort noch einmal an einem warmen zugluftfreien Ort eine Stunde gehen lassen, schnell mit einem mit etwas Wasser verquirlten Eigelb bestreichen und schließlich bei 175 °C (Umluft) ca. eine Stunde abbacken.
Am Ende der Backzeit den Weihnachtsstollen im Backofen lassen, mit den 125 g Butter mehrmals bestreichen und diese einziehen lassen. Den Stollen dann herausnehmen und mit dem gesiebten Puder-Vanillezuckergemisch (etwas übriglassen) dick bestreuen, abkühlen lassen und schließlich den restlichen Puder-Vanillezucker darüberstreuen.
Martas Weihnachtsstollen gut verpacken, z.B. in Alufolie und einer Plastiktüte, und an einem kühlen Ort, z.B. im Keller, mindestens zwei, ansonsten vier bis sechs Wochen, ruhen lassen. Auch deutlich danach schmeckt er noch hervorragend.
 

Dazu passt

Um das Aufgehen des Teiges nach oben und weniger zur Seite zu fördern, den Stollenteig im letzten Gang des Aufgehens in eine backofengeeignete Stollen-, Brot- oder sonstige Form geben und dort abbacken.
Anstelle des selbst gemachten Marzipans Marzipanrohmasse, ggf. Bio z.B. von Alnatura, verwenden.
Herzblut und Liebe à la Marta beifügen.

Tipp

Mandeln schmecken noch intensiver, wenn Sie sie mit der braunen Schale nehmen, mit der Schale ganz kurz aufkochen, die Mandelkerne aus der Schale hinausflippen und dann mahlen.

 

BILD: Martas Weihnachtsstollen mit Marzipan und Puderzucker.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Facebookgoogle_plusFacebookgoogle_plus