Geschichte des Bestecks - Brokat und Kaviar
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Geschichte des Bestecks

Geschichte des Bestecks

In den meisten Kulturen, u.a. in Afrika, Indien und der Arabischen Welt, wird heute noch mit den Fingern gegessen und ganz oder teilweise auf Besteck verzichtet. Im ostasiatischen und zum Teil thailändischen Raum kommen Essstäbchen als alleiniges Besteck oder, wie z.B. in Korea, durch einen Löffel ergänzt, zum Einsatz. Im europäischen Kulturraum besteht das heute gebräuchliche Besteck aus Messer, Gabel und Löffel. Es ist dort zu einem alltäglichen Gebrauchsgegenstand geworden und darf in keinem Haushalt fehlen. Dabei ist das Essen mit diesen drei Besteck-Teilen eine vergleichsweise junge Sitte.

 
DER URSPRUNG IN DER ALTSTEINZEIT

Das urtümlichste Esswerkzeug ist der Löffel. Bereits in der Altsteinzeit diente er, aus Knochen oder Holz geschnitzt, später aus Ton hergestellt, zur Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Ebenso alt wie der Löffel ist das Messer, welches, anfangs aus Steinen, Knochen und Muscheln geformt, das Essen in mundgerechte Portionen zerkleinerte. Feste Speisen wurden mit den Fingern, flüssige mit dem Löffel verspeist.

 

ANTIKE TAFEL OHNE LÖFFEL UND MESSER

In der Antike lag die Elite bei einem Festmahl auf einem Speisesofa zu Tisch, bequem auf einen Arm gestützt. Mit der freien Hand wurden die Speisen in den Mund befördert. Suppen wurden aus Schalen getrunken. Feste Speisen wurden von Sklaven vor dem Servieren in mundgerechte Stücke zerteilt und vom Dienstherrn mit den Fingern verspeist. Aus jener Zeit sind erste kleine zwei- oder dreizinkige Gabeln bekannt. Sie scheinen jedoch als Vorlege- und nicht als Essbesteck gedient zu haben.

 

JEDEM SEIN PERSÖNLICHES BESTECK

Im Mittelalter wurden Löffel und Messer als persönliches Essbesteck in einem hölzernen oder ledernen Etui, dem Besteck, am Gürtel getragen und zur Mahlzeit mitgebracht. Messer mit spitzen Klingen dienten dazu, die Speisen aufzuspießen und zum Mund zu führen. Adel und Klerus verwendeten ebenso wie Bauern und Bürger ihre Finger, Löffel oder Messer zum Essen.

 

DIE GABEL KOMMT INS SPIEL

Im 15. Jahrhundert wurde in Italien erstmals die Gabel verwendet. Zu jener Zeit besaß sie zwei Zinken. Ab 1640 kam ein dritter Zinken, um 1680 ein vierter hinzu. Jedoch konnte sich die Gabel, im christlichen Raum als Teufels- und Hexenwerk verschrieen, lange Zeit nicht durchsetzen. Anfang des 16. Jahrhunderts brach die Reformation mit diesem Aberglauben. Nach und nach verbreitete sich der Einsatz von Obst- und Konfektgabeln. Ab Ende des 17. Jahrhunderts setzte sich die Gabel als Bestandteil des Bestecks durch und etablierte sich schließlich im 18. Jahrhundert in Adelskreisen zum Symbol für Luxus und Kultiviertheit.

 

BESTECK ALS STATUSSYMBOL DES GASTGEBERS

Im 18. Jahrhundert erfolgte am Hofe das Aufdecken nach französischer Art. Die prächtigen Tafeln wurden vor der Ankunft der Gäste eingedeckt. Das vom Gastgeber gestellte Besteck, bestehend aus Messer, Gabel und Löffel, wurde so neben den Teller drapiert, dass die eingravierten Wappen und Monogramme gut zu lesen waren. Das Besteck bestand in der Regel aus Silber oder Vermeil. Gold durfte nur der königliche Hof verwenden.

 

BESTECK WIE WIR ES KENNEN

Der Wunsch nach der höfischen Tischkultur ergriff im Laufe des 18. Jahrhunderts das gehobene Bürgertum und schließlich auch die ärmeren Schichten. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Tafelsilber in Silbermanufakturen wie August Wellner aus Aue, Koch und Bergfeld aus Bremen, KRUPP Berndorf aus Wien und Christofle aus Paris hergestellt. Es bestand häufig aus 100 bis 150 Teilen und wurde in einem Besteckkasten aus Wildleder oder einem speziellen Möbelstück aufbewahrt. Es war ein Symbol des bürgerlichen Reichtums und ein zentraler Bestandteil der Aussteuer.

Mit der Erfindung der Metallversilberung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der anschließenden Mechanisierung begann die Herstellung von Besteckgarnituren verschiedenster Modelle, wie z.B. von Wellner die Modelle Cello, Mozart und Toccata, in großer Stückzahl.

Im 20. Jahrhundert erfolgte die Entwicklung spezieller Bestecke für besondere Lebensbereiche wie z.B. Flugzeugbesteck, Armeebesteck, Campingbesteck oder Besteck-Taschenmesser.

 

In unserem Online Shop bieten wir unter anderem das aus Sterlingsilber und Ebenholz handgefertigte Besteck-Taschenmesser von Hubertus an. Viele weitere klassische und besondere Produkte für die festlich gedeckte Tafel aus hochwertigen Materialien, in deutschen Manufakturen gefertigt, gibt es in unserem Online Shop. Schauen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren.

 

BILD: MEISSEN®. Copyright ©MEISSEN®. Gedeckter Tisch mit Porzellan Swords Luxury Gold von Meissen und silbernem Tafelbesteck. 

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